Martinigans

von Lucy_7, aktualisiert am 09.04.2026
4,3 (1.642 Stimmen)

Eine raffinierte Martinigans kommt natürlich am Martinitag auf den Tisch. Knusprig und gut, für die ganze Familie.

Martinigans

Zutaten für 6 PortionPortionen

4 kg kochfertige Gans
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer (schwarz, frisch aus der Mühle)
1 l Hühnersuppe (klar)
1 EL Paprikapulver

Zutaten für die Füllung

600 g Maroni
100 g Mandelstifte
400 g Äpfel
1 TL Majoran, gehackt

Zutaten für die Beilage

1 kpf Rotkraut (od. TK Rotkraut)
3 Stk Zwiebeln
2 EL Butterschmalz
2 Stk Gewürznelken, Lorbeerblätter
2 EL Essig
1 EL Zucker
300 ml Preiselbeeren
1 Prise Pfeffer
1 Prise Salz

Zutaten für den Bratenfond

5 EL Obers
2 EL Mehl
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
125 ml Wasser
 PortionPortionen
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Zeit

300 Min. Gesamtzeit 60 Min. Zubereitungszeit 240 Min. Koch & Ruhezeit

Zubereitung

Schritt 1

Die gewaschene und abgetrocknete Gans, innen mit Salz, außen nur mit Pfeffer und Paprikapulver einreiben. Gekochte Maroni abspülen, abtropfen lassen und kleiner schneiden. Danach die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett kurz rösten.

Schritt 2

Für die Füllung die Äpfel schälen, entkernen und würfeln. Mit Majoran, Mandeln und Maroni mischen und in die Gans geben. Die Öffnung mit Spießchen zustecken oder mit Küchengarn zunähen.

Schritt 3

Die Gans in eine Bratpfanne geben und mit der Suppe (oder normalen Wasser) ca. 2-3 cm aufgießen. Im heißen Ofen ca. 3 1/2 bis 4 Stunden bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) braten und ab und zu mit dem Bratensaft begießen - dies verhindert, dass das Fleisch nicht austrocknet. Falls notwendig mehr klare Suppe in die Bratpfanne nachgießen.

Schritt 4

Nach ca. 2 Stunden Bratzeit mit einer Gabel einige Male unterhalb der Keule in die Haut stechen, damit das Fett ausbraten kann. Die Gans in den letzten 10 Minuten mit stark gesalzenem Wasser einpinseln und bei 250 Grad Hitze knusprig braten und warm stellen.

Schritt 5

Den Bratenfond durch ein Küchensieb sieben mit ca. 1/8 l Wasser aufgießen den Obers dazu geben und kurz aufkochen lassen.

Schritt 6

Mehl mit einem Schuss Wasser anrühren und zum Fond dazugeben (zum Binden der Sauce). Nochmals kurz aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schritt 7

Für die Beilage: Rotkraut (Rotkohl) putzen, waschen und fein schneiden. Zwiebeln schälen und würfeln. Beides im heißen Butterschmalz andünsten. Gewürze, Essig, Zucker und Preiselbeeren zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und gut 1/4 l Wasser angießen. Zugedeckt ca. 1 Stunde garen.

Tipps zum Rezept

  • Die Haut an der Unterseite der Gans leicht einschneiden, um das Fett besser austreten zu lassen. Dies verhindert, dass das Fleisch nach dem Braten zu fett ist und macht die Haut schön knusprig.
  • Die fertig gebratene Gans etwa 15 Minuten ruhen lassen, bevor sie tranchiert wird. Dies hilft, dass die Fleischsäfte sich setzen und das Fleisch saftig bleibt.
  • Die Keulen und Bruststücke vorsichtig von der Gans lösen und in Scheiben schneiden.
  • Die Martinigans mit der Füllung (kann aber durch das Garen sehr fettig sein), der Sauce, dem Rotkraut, Kartoffelknödel oder auch Serviettenknödel servieren.

Nährwert pro Portion

kcal
2.872
Fett
228 g
Eiweiß
109 g
Kohlenhydrate
62 g

Autor

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Kommentare

Katerchen
Katerchen
Das Martiniganserl wird bei uns Verspätung haben, die kommt Weihnachten auf den Tisch. Statt Hühnersuppe kommt Gänsefond hinein, den gibt es in sehr guter Qualität zu kaufen.
User Bild Weiblich
johuna
Liebes Team, wieso nehmt ihr immer das deutsche Wort "Brühe?" Bei uns heißt es Suppe: und ihr seid doch ein "österreichisches" Portal. Es kann doch nicht so schwer sein, dies umzuändern oder ist euch das zu viel Arbeit? Wir haben schon genug ausländische Wörter in unserem Sprachschatz.
Ansonsten: ein gutes Rezept.
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Geloschter_User
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Mechthild2912
Mechthild2912
Hallo remarc, kochtechnisch bin ich bei dir. Aber es geht um alltagsübliche Formulierung. Stichwort Instant. Bei uns wird alles aus dem Glas als Brühe, bestenfalls als Bouillon bezeichnet. Unabhängig der „echten“ Bedeutung. In Österreich wird diesbezüglich der Begriff „Suppe“ gewählt. Egal, ob Huhn, Gemüse, Rind. Kulinarisch ist das eine ganz andere Geschichte. Fond, nicht gleich Brühe, nicht gleich Suppe. Die Unterschiede liegen hierbei in Konzentration und Transparenz. In Deutschland ist eine Suppe die fertiggestellte Geschichte mit Einlagen auf dem Teller. Brühe die Grundlage ohne irgendwas, Fond hingegen ohne jede Würzung oder Kräuter. Wenn ich es also bisher in der Differenzierung richtig verstanden habe, ist der österreichische Begriff Suppe eine Art Überordnungsbegriff für Alles, was aus Gemüse und/Fleisch hergestellt wird, also Pendant zur Brühe. Suppe in Deutschland ist das fertige auf dem Tisch stehende Produkt mit allem Krimskrams. Siehst du bereits im Supermarkt. Instantgeschichten aus dem Glas werden in Österreich als Suppe bezeichnet, in Deutschland als Brühe. Inhaltlich dasselbe, nur andere Bezeichnung. Bouillon ist wieder etwas anderes. Viel konzentrierter, gehaltvoller. Da ist mir allerdings noch keine unterschiedliche Bezeichnung innerhalb der Länder aufgefallen.
Katerchen
Katerchen
Eine Brühe ist für mich eine konzentriertere Form einer Suppe. Bezüglich der Sprache in Österreich habe ich mal auf Wiki nachgesehen: • Amtssprache: Deutsch • regionale Amtssprachen: Kroatisch, Slowenisch, Ungarisch • anerkannte Minderheitssprachen: u. a. österreichische Gebärdensprache Soviel zum Thema Brühe oder Suppe.
Mechthild2912
Mechthild2912
Lieben Dank Katerchen. Mein diesbezüglicher Kommentar wurde gelöscht, was nun einen Streit mit der Administration zurfolge hat. Deiner Argumentation kann ich inhaltlich zwar nicht folgen, weil kein sicherer Zusammenhang, aber deine Intention ist klar.
Teddypetzi
Teddypetzi
Ist mir doch egal ob es Brühe oder Suppe genannt wird, man weiß ja was gemeint ist, bei Erdäpfel regt sich auch keiner auf wenn sie Kartoffel genannt werden.
puersti
puersti
Dem kann ich nur zustimmen. Frag mich auch warum bei uns alles so wiederspruchslos übernommen wird. Wir müssen uns doch sprachlich nicht anpassen.
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Geloschter_User
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Pannonische
Pannonische
Habe mir eines reservieren lassen, ein Weidegansl aus dem Neusiedlerseegebiet. Bin auch Burgenländerin ;)
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kroko82
Ich hab noch nie ein Gansl gemacht, aber das klingt jetzt nicht so dramatisch aufwendig, wie ich dachte... ich glaube ich werde mich mal dran wagen, vielleicht zu Weihnachten!
Mechthild2912
Mechthild2912
Probiere es lieber vorher aus. Es gibt schon so einige Tücken, die es zu umschiffen gilt. Es braucht etwas Erfahrung
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Ogi-kocht
Das Rezept hat der ganzen Familie gut geschmeckt. Ich habe noch die Gänseleber klein gehackt zu den Zutaten der Fülle gegeben. Wirklich empfehlenswert!
snakeeleven
snakeeleven
Zu Martini ist im Burgenland das "Ganslessen natürlich "Pflicht", entweder selbstgemacht , oder im Gasthaus.
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Pesu07
Eine Portion Martinigansl esse ich gelegentlich schon ganz gerne, aber zubereitet habe ich sie noch nie. Und das werde ich wahrscheinlich auch nie.
Teddypetzi
Teddypetzi
Wir essen es auch gerne, aber dann lieber im Gashaus im Ort, für zwei Personen macht es rational gesehen keinen Sinn.
Mechthild2912
Mechthild2912
Für 2 ist sie schon ordentlich. Vielleicht versuchst du einmal Keule oder Brust. Perfekte Größe. Je Person 1 Keule oder 1 Brust. Ist recht unkompliziert und ausgezeichnet.
Teddypetzi
Teddypetzi
Die Martinigans essen wir gerne im Regionalen Gasthof, daheim verbleiben wir beim knusprigen Grillhendl mit Reis und Erdäpflsalat.
Mechthild2912
Mechthild2912
Und was hat das bitte mit diesem Rezept zu tun? Solche Kommentare geben keinerlei Aufschluss über Zubereitung. Geschweige denn eigene, vielleicht hilfreiche Erfahrungen für den Leser, der nachkochen möchte.
Katerchen
Katerchen
Außer ein Büschel Beifuß und ein paar Äpfel für den Geschmack kommt in eine Gans bei mir nichts hinein. Schließlich gibt es ja genug Beilagen. Am Martinstag brate ich keine Gans, außer es wäre ein Sonntag.
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