Mehl

Autor Simone-H, aktualisiert am 12.01.2025

In unserer Küche sind die meisten Mehlsorten kaum wegzudenken, während wiederum Raritäten wie Reis- und Maismehl vor allem in den exotischeren Küchen zu finden sind. Bei Mehl handelt es sich um ein Pulver, das durch Mahlen oder Mörsern von Getreide entsteht.

Mehl
Weizenmehl hat einen milden, beinahe neutralen Geschmack.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Mehlsorten, die aus den gängigen Getreidesorten gewonnen werden:

  1. Weizen
  2. Dinkel
  3. Roggen
  4. Mais
  5. Gerste
  6. Reis
  7. Hirse

Nicht jedes Mehl eignet sich für jeden Einsatz. So kann man beispielsweise Brot nur aus den Brotgetreiden hergestellt werden, zu denen Weizen-, Roggen-, Dinkel- und Emmermehl gehören.

Herkunft

Die Geschichte des Mehls ist im Prinzip die Geschichte des Getreides.

Getreide wird schon seit über 10.000 Jahren für die Ernährung angebaut und kultiviert.

In unseren Breiten ist das Getreide seit etwa 7.000 Jahren bekannt.

Das Mahlen von Mehl wurde vor rund 2.000 Jahren entdeckt.

Mehl

Geschmack

Der Geschmack von Mehl hängt davon ab, welches Korn für dessen Herstellung verwendet wurde.

  • Weizenmehl hat einen milden, beinahe neutralen Geschmack.
  • Auch Hafermehl ist relativ mild im Geschmack.
  • Buchweizen verfügt zusätzlich zu seinem milden Geschmack über feine nussige Nuancen.
  • Roggenmehl hingegen weist ebenso wie Dinkelmehl bzw. Grünkernmehl einen würzigen und bisweilen kräftigen Geschmack auf.

Die meisten Mineralstoffe eines Getreides stecken in der äußeren Schale eines Korns.

Vollkornmehl enthält viele gesunde Kohlehydrate und hält durch seinen hohen Ballaststoffgehalt auch länger satt.

Mehltypen in Österreich

Die Typisierung von Mehlsorten unterscheidet sich in Österreich von vielen anderen Ländern.

Dabei unterscheidet hierzulande folgende Mehltypen:

  • Weizenmehl - W 480 (Weizenmehl für feine Backwaren): beliebtes Haushaltsmehl, gute Backeigenschaften
  • Weizenmehl - W 700 (Weizenmehl mit höchster Klebereigenschaft): für feinporige Teige und als Vielzweckmehl geeignet
  • Weizenmehl - W 1600 bzw. W 1700 (dunkles Weizenmehl): Mischbrote oder herzhafte Backwaren
  • Roggenmehl - R 500 (feines Roggenmehl): helle Roggenbrote
  • Roggenmehl - R 960 (normales Roggenmehl): Mischbrote, Lebkuchen, Gebäck
  • Roggenmehl - R 2500 (Roggen-Vollkornmehl)
  • Dinkelmehl - D 700: eignet sich hervorragend für Pizzateige
  • Dinkelmehl - D 1500: für diverse Mischbrote
  • Vollkornmehl (Weizenmehl mit vollen Körnern): sind für Lebkuchen, Brot, Gebäck, usw. geeigent, werden aber nicht typisiert.

Zusätzlich unterscheidet man nach den Eigenschaften wie "glatt", "universal" oder "griffig" bzw. "doppelgriffig", das spiegelt im Wesentlichen die Korngröße wieder.

Das Universalmehl ist meist eine Mischung aus glattem und griffigem Mehl.

Anwendung/Verwendung in der Küche

Mehl ist üblicherweise die Basis der meisten Back- und Teigwaren.

  1. In Rezepten orientiert sich die Menge der anderen Zutaten stets an der verwendeten Menge Mehl.
  2. So muss beispielsweise Backpulver immer in Abhängigkeit von der Mehlmenge dosiert werden.
  3. Wenn man in einem Rezept statt feinem Mehl ein Vollkornmehl verwendet, sollte die Flüssigkeitsmenge des Rezeptes um 10 bis 20 Prozent erhöht werden, damit der Teig nicht zu fest wird.
  4. Außerdem müssen solche Teige länger gehen und sollten rund 20 Minuten ruhen, bevor sie weiterverarbeitet werden.

Mehl wird auch zum Binden von Saucen und Suppen verwendet. Hierfür wird eine Einbrenn (=Mehlschwitze) hergestellt.

Mehl sollte am besten bei unter 20 Grad gelagert werden und nicht zu feucht werden. Je nach Mehltyp ergeben sich Lagerzeiten von bis zu anderthalb Jahren.

Autor

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Food-Redakteur:in

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Kommentare

User Bild Unbekannt
Geloschter_User
Dieser Beitrag wurde vom Administrator gelöscht!
GuteKueche-Admin
GuteKueche-Admin
Danke für die Mitteilung, werden versuchen es umzusetzen. Hier schon mal ein kleiner Tipp: glattes Mehl für Palatschinken, Biskuit und Strudelteig. Griffig für Nudelteig, Knödel, Nockerl, Mürbteig.
Maarja
Maarja
Oh vielen Dank für die Orientierung. Mit diesen Ausdrücken (glatt, griffig) konnte ich bislang noch nicht allzuviel anfangen.
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Smiley
Gerade zu Beginn meiner Kochkarriere ich ich öfters das "falsche" Mehl verwendet. Das Ergebnis war oft nicht berauschend.
Maarja
Maarja
Interessanter Artikel! Das Mehl ist schon eine tolle Erfindung, die für uns sehr selbstverständlich ist. Ich verwende gerne Vollkornmehl, habe auch eine Getreidemühle
Katerchen
Katerchen
Eine schöne Übersicht über die verschiedenen Mehlsorten und Mehlarten. Meistens verwende ich das Universalmehl aus Weizen. Mit Reismehl habe ich noch nie gearbeitet.
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Pesu07
Ich nehme fast nur mehr Dinkelmehl, denn Dinkel enthält mehr und höherwertiges Eiweiß, mehr Vitamine und Mineralstoffe als Weizenmehl, obwohl Dinkel eng mit Weizen verwandt ist.
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hubsi
Ich verwende sowohl normales als auch Vollkornmehl und dabei das glatte und griffige je nach Rezept. Guter informativer Artikel, wo doch was Neues für ich drinn stand..
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Pesu07
Das ist ein sehr schöner und interessanter Artikel mit einer guten Übersicht über die verschiedenen Mehlsorten.
Raggiodisole
Raggiodisole
Das eine oder andere war mir ja klar, aber man lernt eben nie aus. ich koche und backe schon seit vielen Jahren mit Dinkelmehl und wenn es geht auch Vollkorn.
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Pesu07
Ich habe auch seit kurzer Zeit komplett auf Dinkelmehl umgestellt. Man merkt kaum einen Unterschied.
Silviatempelmayr
Silviatempelmayr
Sehr interessant. Ich nehme fast nur glattes Mehl, weil meine Mama gesagt hat das man das eigentlich immer nehmen kann.
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Hanna2104
Sehr interessant. Manchmal nehme ich Dinkel und Roggen Mehl für Brot Teig . Sonst immer nur Glattes Universal Mehl
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MaryLou
Ich hatte eigentlich immer nur Universalmehr genommen weil ich da nichts falsch machen konnte. (dachte ich). Jetzt backe und koche ich mit Dinkel und Roggenmehl.
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