Brokkoli kochen
Der Brokkoli hat sehr viele Namen, aber er ist ja auch ein ganz besonderes Gemüse. Denn reich an Nährstoffen und Vitaminen hat der Brokkoli auch krebshemmende Stoffe und das macht ihn einzigartig unter den Gemüsen.

Italienischer Spargel oder auch grüner Blumenkohl (=Karfiol) – der Brokkoli ist unter vielen Namen bekannt. Ursprünglich kommt er aus Kleinasien. Es war die französische Königin Katharina von Medici, die im 16. Jahrhundert den Brokkoli zuerst in Frankreich und dann in Italien populär machte.
Wissenswertes
Brokkoli wächst nicht überall, denn er ist nicht winterhart. Der Brokkoli, der in Europa gegessen wird, kommt in der Regel aus Italien und zwar aus der Region rund um Verona. Den Beinamen grüner Blumenkohl (=Karfiol) trägt der Brokkoli, weil er sehr eng mit dem weißen Blumenkohl (=Karfiol) verwandt ist.

Wie kocht man Brokkoli?
Brokkoli ist ein eher empfindliches Gemüse und muss deshalb dementsprechend behandelt werden.
- Man sollte nur den Brokkoli kaufen, der dunkelgrün oder blaugrün ist. Zeigen sich schon gelbe Stellen, dann ist er nicht mehr ganz so frisch.
- Brokkoli sollte nicht gewaschen, sondern nur kurz mit kaltem Wasser abgebraust werden, damit die feinen Röschen nicht kaputt gehen.
- Die holzigen Stilenden sollte man wegschneiden, auch die großen Blätter sollte man entfernen. Danach kann man den Kopf vom Strunk abschneiden und somit den Brokkoli in Röschen zerteilen.
- In einem großen Topf, Wasser zum Kochen bringen und den in Röschen zerteilten Brokkoli vorsichtig ins Wasser geben. Bei Brokkoli darf das Kochwasser ruhig ein bisschen stärker gesalzen werden.
- Garen sollte Brokkoli höchstens 4-6 Minuten und nicht länger, denn sonst hat man keine Röschen mehr, sondern nur noch einen unansehnlichen Brei.
- Nach dem Kochen sofort in ein Sieb schütten und mit Eiswasser (oder kalten Wasser) abschrecken, dann behält der Brokkoli seine schöne grüne Farbe.
Tipp: Auch den geschälten Strunk kann man, gleich wie die Röschen, in Salzwasser mitkochen - er sollte aber 2-3 Minuten länger im Salzwasser kochen.
Info: Da Brokkoli ein besonders Aroma hat, verträgt er sich nicht mit allzu vielen Gewürzen. Am besten sind geriebene Muskatnuss und Knoblauch, aber auch geröstete Pinienkerne und Mandeln schmecken zu Brokkoli ausgezeichnet.
Weitere Zubereitungsmethoden von Brokkoli:
- Blanchieren: 2 Minuten in kochendes Salzwasser geben, so bleibt er besonders knackig.
- Dünsten: entweder im Dampfgarer oder für rund 7 Minuten in einen Topf mit ein wenig Öl und ganz wenig Wasser und geschlossenem Deckel - so gehen die wenigsten Nährstoffe verloren.
- Braten: In einer Pfanne (z.B. Wok) kann man ihn auch kurz anbraten – man sollte den Brokkoli aber erst am Ende der Bratzeit in die Pfanne geben.
- Backen: Dazu die Röschen und den Strunk einfach mit Öl bestreichen und nach Belieben Würzen und für gut 20 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Ober-Unterhitze) backen.
- Roh essen: Ja die Brokkoli-Röschen kann man auch roh essen - den Strunk sollte man nicht unbedingt roh verzehren.
Brokkoli richtig lagern
Das Gemüse sollte man am besten frisch genießen und nicht zu lange lagern. Im Gemüsefach des Kühlschranks, in Frischhaltefolie eingewickelt, bleibt der Brokkoli meist 3-4 Tage frisch.
Natürlich kann man den Brokkoli auch einfrieren. Dazu sollte man die Röschen und den Strunk kurz blanchieren - danach ist er gut im Gefrierbeutel für 10-12 Monate haltbar.
Gesund und vielseitig
Brokkoli zählt zu den gesündesten Gemüsesorten, die es gibt - er ist reich an:
- Kalium
- Kalzium
- Eisen
- Zink
- Natrium
- viele verschiedene Vitamine und Ballaststoffe
Dazu kommt, dass er roh und gekocht gegessen werden kann und zwar auf viele unterschiedliche Arten.
Tipps in der Küche
- Brokkoli ist eine prima Vorspeise - mit einer einfachen, leichten Sauce, warm nur mit etwas geriebenem Parmesan oder auch in einer delikaten Vinaigrette schmeckt Brokkoli ausgezeichnet.
- Aber auch als Beilage zu Fleisch oder Fisch ist Brokkoli ein Genuss.
- Er schmeckt mit brauner Butter oder einer aromatischen Käsesauce genauso gut wie mit einer Sauce Hollandaise oder auch nach Art eines polnischen Blumenkohls mit Semmelbröseln und einem gehackten Ei bestreut.
- Ähnlich zubereitet wie eine Spinatquiche wird auch eine Brokkoliquiche zu einer köstlichen und sättigenden Hauptspeise.
- Will man Brokkoli roh genießen, dann kann er wie Paprika oder Gurken auch zu einem frischen Dip gegessen werden, gesund und köstlich bleibt er dabei aber immer.
Weitere köstliche Brokkoli Rezepte zum Nachkochen: