Wein selber machen
Autor Gabriel-S, aktualisiert am 01.09.2026
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, sein eigener Weinbauer zu sein? Wie der Traum in Erfüllung gehen kann, lässt sich in einzelnen Schritten darstellen.

Man kredenzt den Gästen einen selbst gemachten guten Wein - wenn es nur so einfach wäre.
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Die gängigsten Reben für Weißwein sind in Österreich Grüner Veltiner und Welschresling.
Wer nicht gerade einen Weinberg sein eigen nennt, kann die Reben für seinen Eigenbedarf beim Weinbauer erwerben.
1. Vorbereitung der Trauben
- Welche Trauben man verwendet ist Geschmackssache.
- Wichtig ist, dass die Trauben frisch und reif sind, die faulen aussortiert werden und vor der Verarbeitung gründlich gewaschen werden.
- Nach dem Waschen sollten sie wieder komplett trocken sein.
2. Das Maischen
- Sind die Trauben entrappt (Ablösen und Entfernen der Trauben von den Zweigen und Traubengerüst (=Rappen), werden sie in einer Mühle zerdrückt.
- Es entsteht ein Gemisch aus Kernen, Schale, Saft und Fruchtfleisch welches in den Gärbehälter gefüllt wird - darin wird der Zucker in Alkohol verwandelt werden.
- Durch die Maischegärung wird die Farbe des Weins oft kräftiger da der meiste Farbstoff in der Schale sitzt.
- Eine andere, jedoch ein wenig aufwendigere Methode, wäre das Entsaften (über eine Saftpresse) - die sigenannte Saftgärung.
3. Zuckerzugabe
- Für die Gärung wird auch Zucker benötigt. Dazu dem Zucker in wenig Wasser (=Zusatzwasser) auflösen, aufkochen lassen und der Maische beimengen.
- Der Zucker wird bei der Gärung in Alkohol und Kohlenhydrate umgewandelt.
- Den Zucker kann man auch erst während der Gärung hinzufügen.
- Dann jedoch nicht alles auf einmal, sondern verteil auf mehrere Tage.

Welche Trauben man verwendet ist reine Geschmackssache.
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4. Germ fördert die Gärung
- Germ ist ein lebender Organismus, der Zucker in Alkohol und Kohlensäure umwandelt.
- Durch die Zugabe von Germ setzt die Gärung des Saftes richtig ein und es entsteht daraus die sogenannte Maische.
- Wenn die Weintrauben zu wenig Säure haben können auch noch Milchsäurebakterien hinzugefügt werden.
5. Abfüllen der Maische & Gärung
- Jetzt wird die Maische in den Gärbehälter gefüllt und mit einer Gärkappe verschlossen.
- Die Gärung beginnt in rund 2-3 Tagen.
- Während der Gärung verdoppelt sich das Volumen der Flüssigkeit.
- Daher sollte man den Gärbehälter nicht voll anfüllen.
- Nach Beginn der Gärung kann man auch noch ein Antigeliermittel hinzufügen, das die Schaumbildung verhindert.
- Der Gärprozess dauert rund 3-4 Wochen.
- Der Gärbehälter sollte in einem Raum gelagert werden, wo es nur wenige Temperatur-Schwankungen gibt – ideal sind 18-22 Grad.
- Das Gärende ist erreicht wenn in der Flüssigkeit keine Blasen mehr aufsteigen.
- Um den Wein haltbarer zu machen kann man jetzt noch ein wenig Kaliumpyrosulfit (aus der Apotheke oder Reformhaus) hinzufügen.
- Pro Liter Maische genügen hier schon 0,1 Gramm.
6. Wein Abfüllen
- Jetzt kann man den Wein in Flaschen oder Fässern umfüllen – am besten mit einem Absaugschlauch der am Gärbehälter angebracht ist.
- Die Flaschen müssen komplett sauber sein und nach dem Befüllen sofort verschlossen werden.