Spinat
Spinat macht stark und kräftig – das wurde den meisten Menschen schon in der Kindheit eingetrichtert. Er ist tatsächlich auch sehr gesund, schmeckt aber auch sehr köstlich und kann vielseitig kombiniert werden.

Früher dachte bei Spinat jeder an „Popeye, den Seemann“ und daran, wie viel Kraft er doch durch seinen Spinat bekam.
Tatsächlich aber weist Spinat nicht annähernd so viel Eisen auf, wie man der Bevölkerung lange Glauben machte - auf Grund eines Rechenfehlers.
Dennoch handelt es sich dabei um ein gesundes Gemüse, das aufgrund seiner niedrigen Energiedichte gleichzeitig hervorragend für eine kalorienarme Ernährung geeignet ist.
Es gibt zwar rund 60 verschiedene Spinatsorten, jedoch wird bei uns meist nur unterschieden zwischen:
- Frühjahrsspinat (kleinere, zarte, hellgrüne Blätter)
- Sommerspinat (kleinere, zarte, hellgrüne Blätter)
- Winterspinat (große, feste dunkelgrüne Blätter)
- Baby-Spinat (mit sehr kleinen zarten Blättern)
Herkunft
Vermutlich stammt der Spinat ursprünglich aus Mittelasien und schaffte im 11. Jahrhundert den Sprung nach Spanien.
Spinat wächst beinahe überall, abgesehen von den Tropen.
In Europa sind die Hauptanbauländer Italien, Frankreich und Deutschland.
Saison
- Die Hauptsaison für Spinat aus dem Freilandanbau liegt hierzulande zwischen Mai und Oktober.
- Das restliche Jahr über wird Spinat in Gewächshäusern angebaut.
- Es sollte nur Spinat gekauft werden, der nicht welk, sondern frisch und knackig ist.
- Gelbe Stellen und Flecken weisen auf eine Überlagerung hin.
- Freiland-Spinat enthält weniger Nitrat als Gewächshaus-Ware und sollte daher vorgezogen werden.

Geschmack
Der Geschmack von Spinat lässt sich als mild und leicht erdig beschreiben, mit einer dezenten Bitterkeit, die vor allem bei rohem Spinat stärker ausgeprägt ist.
Beim Kochen oder Dünsten verliert Spinat diese bittere Note und entwickelt eine zartere, süßliche Frische, die sehr angenehm ist.
Besonders junge Blätter sind eher mild und zart, während ältere, größere Blätter manchmal etwas intensiver im Geschmack sein können.
Durch das Kochen tritt der natürliche Umami-Geschmack des Spinats stärker hervor, was ihn zu einer vielseitigen Zutat für verschiedene Gerichte macht.
In Kombination mit anderen Zutaten wie Knoblauch, Zwiebeln oder Butter kommt der Spinatgeschmack noch besser zur Geltung.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
- Spinat ist im Grunde genommen überhaupt nicht lagerfähig – er sollte möglichst immer erntefrisch verarbeitet werden.
- Wenn es denn sein muss, kann man ihn in Papier einpacken und ihn ins Gemüsefach legen, so hält er eventuell 1-2 Tage.
- Für eine längere Haltbarkeit bleibt nur die Möglichkeit, den Spinat einzufrieren.
- Hierfür wird er sehr kurz blanchiert und dann sofort unter kaltem Wasser abgeschreckt.
- Dann muss er ausgedrückt werden, damit nicht zu viel Wasser mit eingefroren wird - so hält er rund 12 Monate.
Verwendung in der Küche

Spinat kann als Gemüsebeilage und als Salat verwendet werden.
Meist ist er jedoch Teil anderer Speisen, beispielsweise gefüllter Teigtaschen, gefüllter Fleischgerichte, Quiches oder Aufläufen.
Als Rohkost z.B. im Salat, eignet sich vor allem junger und zarter Spinat.
Weitere Rezept Empfehlungen
- Spinataufstrich
- Spinatlasagne mit Bechamelsauce
- Spinatknödel mit Gorgonzolasauce
- Spinatstrudel mit Blätterteig
- Spinatcremesuppe
- Spinatknödel mit Käsesauce
Für gesunde Erwachsene ist das Aufwärmen von Spinat auch kein Problem.
Die idealen Partner für Spinat sind:
- Salz
- Pfeffer
- Muskat
- Zwiebeln (geröstet)
- Knoblauch (frisch gepresst)
- Schlagobers (für Cremespinat)
Nährwert/Wirkstoffe
Spinat enthält viel Eisen (rund 4 Milligramm), aber nicht annähernd so viel wie man früher angenommen hat.
Er enthält ebenso wichtige Mineralstoffen wie zum Beispiel Calcium, Magnesium, Phosphor, Kalium, Kupfer und Jod.
Ebenso wichtig sind die Vitamine A und C die im Spinat enthalten sind.
Spinat wirkt entwässernd, fördert die Blutbildung, schützt vor freien Radikalen und stärkt die Nerven.
100 Gramm Spinat hat nur 22 Kilokalorien, 0,6 Gramm Kohlehydrate und nur 0,3 Gramm Fett.