Krapfen und Strauben
Krapfen und Strauben sind Süßspeisen für spezielle Gelegenheiten. Strauben werden vor allem als Hochzeits- und Glücksgebäck hergestellt. Krapfen haben ihre Hochsaison im Winter zur Faschingszeit.

Das traditionelle und geliebte Schmalzgebäck erfreut uns Menschen schon seit Jahrunderten.
Die Geschichte des Krapfen reicht zurück bis in das 9. Jahrhundert und besaß damals die Form eines Hakens.
Daher erhielt er auch seinen Namen, Haken oder Kralle bedeutet im althochdeutschen "Krapho".
Mehr über die Geschichte des Krapfens: Wer hat den Krapfen erfunden?
Der Ursprung der Straube kann nicht ganz so weit zurückverfolgt werden.
Eines der ersten überlieferten Rezepte stammt aus dem 18. Jahrhundert, in Amerika sind Strauben als Funnel Cake bekannt.
Der Grundteig
Die Zutaten zu Strauben und Krapfen sind sehr einfach.
Sie bestehen aus Mehl (Weizenmehl), Eiern, Milch, Zucker und Butter, wobei bei Spezialrezepten auch weitere Verfeinerungen, wie etwa Rum oder Schnaps zugegeben werden.
- Strauben sind meist aus Brandteig gemacht.
- Krapfen kann man neben Brandteig auch aus Bierteig oder Germteig sein.
Strauben
Durch den Straubentrichter fließt der flüssige Teig in das heiße Fett einer Pfanne.
Das Fett wallt auf und sehr schnell erhalten die langen, verschlungenen Teigbahnen einen Hauch von Farbe.
Fertig sind sie, wenn sie goldbraun gebacken sind. Die Strauben kommen auf einen Teller.
Köstlich schmecken sie traditionell mit Staubzucker und Zimt, jedoch gibt es Liebhaber von Strauben mit Marmelade oder verschiedenen Saucen.
Köstliche Strauben-Rezepte
Blütenstrauben oder Hollerküacherl

Verwandt mit den Strauben, wenn auch nicht sehr nah, sind die Blütenstrauben - der Klassiker: Die Hollerstraube.
Um diese Köstlichkeit genießen zu können, werden im Frühjahr während der Holunderblüte eben diese großen Blütenstände in Bierteig gewendet und schnell in heißem Fett herausgebacken.
Bestreut mit Zucker entsteht eine saisonale Köstlichkeit mit feinem Holunderaroma.
Auch die Blütenstände von Rubinen eignen sich für diese Zubereitung.
Für die Hollerküacherl werden die Blüten des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) verwendet.
Es gibt aber neben ihm aber noch den latent giftigen Traubenholunder (Sambucus racemosa) und den sehr giftigen Zwerg-Holunder (Sambucus ebulus), bei beiden besteht Verwechslungsgefahr!
Daher gilt, Blüten nur sammeln wenn man sich auch wirklich zuordnen kann.
Rezepte zum Ausprobieren
Der Krapfen mit der hellen Mitte

Ähnlich den Strauben wird auch der Krapfen in heißem Fett herausgebacken.
Allerdings ist ein "Krapfen" immer ein größeres Teigstück.
Variationen gibt es von rund-ovaler Form mit relativ glatter bis sehr unregelmäßiger Oberfläche bis hin zu einer runden Scheibe, die in der Mitte dünn, an den Seiten dick aufgegangen ist (Bauernkrapfen).
Der Krapfen wird während des Backens gedreht, wenn die eine Seite bereits goldbraun ist.
Dann kommt die andere Seite ins heiße Fett, bis auch diese Farbe angenommen hat.
Oft bleibt in der Mitte des Krapfens ein heller Ring.
Der Krapfen wird meist mit Marmelade oder Saucen (Schoko, Vanille, usw.) gefüllt oder erhält einen Klecks Marmelade in seine gedellte Mitte.
Krapfen-Rezepte zum Genießen
Fazit
Egal für welche Köstlichkeit man sich entscheidet, gerade Krapfen und Strauben zählen seit jeher zu unserer regionalen Küche.
Gerade Hollerküchle sind ein regionaler und saisonaler Genuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
herausgebacken werden heißen. Strauben kannte ich also per Namen gar nicht.