Hülsenfrüchte und ihre Vielfalt
Sie sind eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte, die Hülsenfrüchte. Hülsenfrüchte sind beileibe keine "leere Hülsen", sondern wahre Nährstoffbomben mit dem höchsten Proteingehalt aller pflanzlichen Lebensmittel.

Die Hülsenfrüchte in all ihrer Vielfalt, begleiten uns Menschen schon seit tausenden von Jahren.
Sie zählen zu den ältesten Kulturpflanzen und gelten als eines der wichtigsten Weltnahrungsmittel.
Ob Bohnen, Erbsen, Linsen - sie alle sind wahre Nährstoffbomben und reich an pflanzlichen Proteinen.
Geschichte & Herkunft
Die Hülsenfrüchte - allen voran Bohnen, Sojabohnen, Erbsen und Linsen - gehören botanisch zur großen Familie der Leguminosen (auch: Hülsenfrüchtler) und hier zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler mit ihren 700 Gattungen und bis zu 18.000 Arten.
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Sie sind eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte und archäologische Funde lassen darauf schließen, dass sie bereits vor mehr als 11.000 Jahren in Südostasien kultiviert wurden.
Auch in Ägypten werden sie seit mindestens 10.000 Jahren angebaut und die Indianervölker in Mexiko und Peru kannten sie ebenfalls bereits vor 7.000 Jahren.
In Europa oft unterschätzt
Mit einer jährlichen Produktion von rund 150 Mio. Tonnen sind die Hülsenfrüchte im Übrigen eines der wichtigsten Weltnahrungsmittel überhaupt.
Im Vergleich zu ihren Hauptverbreitungsländern in Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika fristen sie in Europa, wo sie in früheren Zeiten einen wesentlich höheren Stellenwert als heute hatten, aber weitgehend ein Schattendasein.
Trotz einer kleinen Renaissance, die sie seit einiger Zeit auch in der gehobenen Küche erleben, verzehrt der statistische Durchschnittseuropäer nur etwa 1 kg im Jahr davon, aber sage und schreibe rund 60 kg Fleisch und Wurst.
Köstliche Rezepte mit Hülsenfrüchten
Bei vielen Köchinnen und Köchen sind die Hülsenfrüchte als Arme-Leute-Essen, als für den Magen schwer verdaulich und als gefährliche Dickmacher verpönt.
Musste nicht schon Aschenputtel zur Strafe Linsen verlesen, während die anderen tanzen und feiern durften? Und war es nicht eine einzige kleine Erbse, die eine Prinzessin um den Schlaf brachte?

Alles andere als "Leere Hülsen"
Aus Sicht der modernen Ernährungsphysiologie kann man zum schlechten Image von Bohnen, Erbsen, Linsen & Co. nur sagen: "Alles nur Märchen".
Hülsenfrüchte sind beileibe keine "leere Hülsen", sondern wahre Nährstoffbomben mit dem höchsten Proteingehalt aller pflanzlichen Lebensmittel.
Gleichzeitig sind sie reich an Ballast-/Faserstoffen, Kohlenhydraten, Mineralstoffen und Spurenelementen - und (mit Ausnahme der Sojabohnen) arm an Fett.
Das macht sie besonders wertvoll. Ein Mangel an gewissen Eiweißbausteinen aus der Gruppe der essenziellen Aminosäuren lässt sich durch die Kombination mit Reis, Mais, Getreide, Fleisch und Fisch mehr als ausgleichen.
So wie es die Menschen in den Ursprungsländern der Hülsenfrüchte schon seit Jahrtausenden praktizieren; nur dass sich heute wissenschaftlich belegen lässt, was sie schon immer instinktiv richtig gemacht haben.
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