Die grandiose Süßkartoffel
Die Süßkartoffel heißt auch Batate – eine zugegebenermaßen etwas altertümlich anmutende Benennung für die Wurzelknolle der Ipomoea batatas aus Zentralamerika. Hierzulande wurden sie Süßkartoffeln getauft.

Bataten (oder auch Süßkartoffel) werden weltweit in den Tropen kultiviert. Sie haben eine hellgelbe bis rötlich braune Schale und ein zartgelbes bis orangefarbenes Fleisch, das leicht süßlich schmeckt. Dabei ist sie umso aromatischer, je dunkler das Fruchtfleisch ist.
Bemerkenswerte Mengen des zellschützenden und die Abwehrkräfte stärkenden Provitamin Beta-Carotin befinden sich besonders in den orangefleischigen Knollen.
Schon seit Jahrhunderte gelten Süßkartoffeln in Europa als Delikatesse und hatte im 16. und im 17. Jahrhundert sogar einen gewissen Ruf als Aphrodisiakum.
Info: Unsere normalen Kartoffeln und die Süßkartoffeln haben nur eine Gemeinsamkeit – beide wachsen unter der Erde. Ansonsten sind sie ziemlich unterschiedlich.
Vielseitige Zubereitungsmöglichkeit
Heute wird die vitamin- und nährstoffreiche Knolle ähnlich der namentlich verwandten Kartoffel sparsam gesalzen als Beilage zubereitet:
Dazu werden die Süßkartoffeln am besten mit ihrer Schale gekocht, anschließend geschält und mit zerlassener Butter oder noch typischer mit Orangensoße serviert.
Die Süßkartoffel kann auch roh gegessen werden und auch die oberirdischen Blätter können ähnlich wie Spinat oder Mangold weiterverarbeitet werden.
Info: In Amerika werden auch Yamswurzeln im allgemeinen Sprachgebrauch als sweet potatoes bezeichnet. In den USA steht die Batate regelmäßig von jeher zu Thanksgiving auf dem Speiseplan: Mit Marshmallows überbacken kommt sie als Candied Yams zum Truthahn auf den Tisch.
Gesunde Süßkartoffel in der Küche
Süßkartoffeln sind gerade im Trend als:
- Pommes
- Chips
- Suppen
- Püree

Sie schmeckt mild süß und gleichzeitig leicht würzig. So werden Bataten zu idealen Begleitern von Fisch, Fleisch und Geflügel. Außerdem passen sie hervorragend zu anderen Gemüsesorten wie Kürbis, Lauch oder Paprika.
Tipp: Süßkartoffeln lassen sich auf Grund des leicht süßlichen Geschmacks sehr gut mit herzhaften bzw. deftigen Rezepten kombinieren.
Rezept-Tipp "Ofen-Süßkartoffel":
- Dazu werden gewaschene, ungeschälte Süßkartoffeln im vorgeheizten Backofen (180 Grad Ober/Unterhitze) in einem Kräuterbeet (von Thymian, Rosmarin und Lorbeer) etwa 70 Minuten gebacken.
- In der Zwischenzeit wird Ziegenkäse durch ein Sieb passiert und mit Magertopfen, Pfeffer und Salz glatt gerührt.
- Die fertig, gebackenen Kartoffeln werden aufgebrochen, mit dem Ziegenkäsequark gefüllt, mit Honig und Orangenzesten dekoriert und genießerisch verspeist.
Weitere Rezept Tipps:
- Süßkartoffelpuffer
- Süßkartoffelsalat
- Süßkartoffelsuppe
- Süßkartoffelgratin
- Süßkartoffelkuchen
- weitere Süßkartoffel Rezepte

Superfood Süßkartoffel & weitere Tipps
- 100 Gramm Süßkartoffeln liefern immerhin 108 Kalorien – trotzdem ist sie auch bei Figurbewussten und Sportlern sehr beliebt, denn sie hat einen niedrigen glykämischen Index, der sich gesund und vorteilhaft auf den Anstieg des Blutzuckerspiegels auswirkt.
- Außerdem stecken die Süßkartoffeln voller Antioxidanzien wie Vitamin E, Vitamin C und Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A). Dazu kommen viele Mineralien und Ballaststoffe.
- Beim Einkauf sollte auf gleichmäßige gefärbte und feste Knollen geachtet werden - dann sind sie voller Geschmack und guter Inhaltsstoffe.
- Süßkartoffeln sind dann bei Zimmertemperatur gelagert bis zu 1-2 Wochen haltbar. Wenn man sie kühl, trocken und dunkel lagert, können sie auch 4-6 Wochen haltbar bleiben.
- Süßkartoffeln halten auf Grund der langsamen Kohlenhydrate länger satt.