Chili - richtig scharf, richtig gut

Autor Simone-H, aktualisiert am 01.09.2026

Chili ist aus der Küche mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Die Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und hat den botanischen Namen Capsicum annum. Für die typische feurige Schärfe von Chili ist übrigens der Stoff Capsaicin verantwortlich.

Chili - richtig scharf, richtig gut
Chili ist in der Küche vielseitig einsetzbar und sehr gesund.

Allgemeines über Chili

Entdecker des feurigen Chilis war kein geringerer als Christoph Kolumbus.

Allerdings unterlag er einem kleinen Irrtum, indem er die Chilipflanze für eine Verwandte des Pfeffers hielt.

Aus diesem Grund wird Chili in vielen Ländern immer noch Spanischer Pfeffer genannt.

Es gibt weit mehr als hundert verschiedene Chilisorten, die bekanntesten Arten sind:

  1. Jalapeno
  2. Serrano
  3. Cayenne

Der berühmte Cayennepfeffer hat übrigens mit Pfeffer rein gar nichts zu tun und besteht aus Chili!

Chili ist gesund

  • Chili wird häufig in der Medizin angewendet.
  • So befindet sich beispielsweise in zahlreichen Wärmepflastern gegen Muskelkater und rheumatische Beschwerden Cayenne-Extrakt.
  • Der Inhaltsstoff sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße weiten.
  • Dadurch wird die Durchblutung verbessert, ein Wärmegefühl entsteht und Schmerzen werden gelindert.
  • Capsaicin wirkt außerdem verdauungsfördernd und regt den Stoffwechsel enorm an.

Chili in der Küche

Chili - richtig scharf, richtig gut
Chili con carne ist ein wahrer Klassiker unter den Chili Gerichten.

Mit der Einheit Scoville lässt sich der Schärfegrad von Chili unterscheiden und definieren.

Eine niedrigere Scoville-Angabe bedeutet auch eine mildere Schärfe.

Hier einige Beispiele anhand der Scoville-Skala:

Scoville Grad Beispiel
   

 0–10

 Gemüsepaprika

 100–500

 Peperoni

 1.000–10.000

 Sambal

 2.500–5.000

 Tabascosauce aus einer C.-frutescens-Chili-Züchtung

 2.500–8.000

 Jalapeño-Chili

 30.000–50.000

 reiner Cayennepfeffer (C. annuum), Urfa biber & Chili Rawit

 50.000–100.000

 Piri Piri (C.-frutescens-Sorte), Tepin-Chili

 100.000–200.000

 üblicher Pfefferspray gegen Menschen (0,67 bis 1,33 % Capsaicinoide)

 150.000–300.000

 üblicher Pfefferspray zur Bärenabwehr (1,0 bis 2,0 % Capsaicinoide)

 100.000–350.000 

 Habaneros (C.-chinense-Sorte)
....  

 9.000.000

 Mad Dog 357 No.9 Plutonium, schärfste Chilisauce der Welt
....  

 16.000.000.000

 Resiniferatoxin, ein funktionales Analogon des Capsaicins in einigen Wolfsmilchgewächsen

Wer frische Chilischoten für Salate verwenden möchte, sollte nur zu mäßig scharfen Sorten greifen, für Eintöpfe, Aufläufe, feurige Soßen oder Gulasch darf es auch ein etwas höherer Schärfegrad sein.

Beliebte Rezepte-Klassiker sind natürlich das weltbekannte Chili con carne, feurige Chili-Soßen, indische Curries oder italienische Pasta Gerichte.

Chili haltbar machen

Chili kann frisch, getrocknet, eingelegt oder auch gemahlen verwendet werden.

Die Schoten lassen sich auch gut einfrieren, sofern man die Kerne und Scheidewände vorher entfernt.

Sie müssen vor dem Einfrieren nicht unbedingt blanchiert werden.

Unsere Verarbeitungs-Tipps

Chili anbauen

Natürlich lässt sich Chili auch in der heimischen Küche oder im Garten anbauen.

Die Samen gibt es in Gärtnereien oder auch in Online-Samenhandlungen.

Die Aufzucht ist relativ unkompliziert, lediglich vor Frost müssen die Pflanzen geschützt werden.

Was gibt es zu beachten?

Chili sollte sehr vorsichtig dosiert werden, besonders dann, wenn Kinder von dem Gericht essen.

Bei der Verarbeitung der frischen Chilischoten empfiehlt sich das Tragen von Einweg-Handschuhen, denn auch nach dem Händewaschen kann noch etwas Capsaicin an den Fingern haften bleiben, was zu schmerzhaften Reizungen an Haut und Schleimhäuten führen kann.

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Kommentare

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Pesu07
Chili ist der Scharfmacher in der Küche und treibt so manchem Genießer die Tränen in die Augen. Ich nehme eher Kirschpaprika und Peperoncini.
Katerchen
Katerchen
Ich habe mir eine Chilisoße mit der Sorte „Carolina Reaper“ zugelegt. Die Spitze eines Zahnstochers eintauchen und dann in eine Suppe geben. Das reicht vollkommen. Ein Tropfen von der Soße reicht für eine ganze Badewanne voll mit Suppe.
Maarja
Maarja
Ich kaufe meine Chiliflocken im türkischen Laden, weil sie da relativ mild sind und das Essen genießbar bleibt. In Asialäden bin ich da sehr vorsichtig geworden
Katerchen
Katerchen
Chili ist nicht immer nur gesund. Ein Waliser hat eine Schote gezüchtet, die derzeit die Schärfste der Welt ist- Die kleine Beere bringt es auf einen Scoville Wert von 2,4 Millionen - der Verzehr ist tödlich. Bei diesem Wert verfällt der Körper in einen anaphylaktischen Schock, also einer allergischen Extremreaktion, die in weiterer Folge zu Kreislaufversagen führt.
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Smiley
Bei der Verwendung von Chili bin ich sehr vorsichtig, da es mir schon passiert ist, dass ich zuviel davon erwischt habe.
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