Zitrusfrüchte – gesunde Power speziell im Winter
Zitrusfrüchte sind längst nicht nur ständige Begleiter von Menschen, die gesunde Ernährung lieben. Bei Alt und Jung sind sie vor allem beliebt, weil sie köstlich schmecken und unkompliziert verzehrt werden können. Einfach schälen und genießen!

Zitrusfrüchte sind botanisch gesehen eigentlich Beerenfrüchte.
Zur Gruppe der Zitrusfrüchte zählen:
- Orangen
- Zitronen
- Mandarinen
- Grapefruits
- Pampelmuse (Pomelo)
- Limette
- Kumquat
Besonders im Winter sind die säuerlich schmeckenden und saftigen Früchte gesunde Fitmacher, die sogar schweren Infektionen und Grippeerkrankungen vorbeugen können.
Kurzum sie sind Kraftpakete, die nur so vor Vitaminen strotzen.
Geschichte
- Zitrusfrüchte sind das älteste Obst der Welt, schon vor 4000 Jahren wurden sie in China angebaut.
- Um 300 v. Chr. gelangten sie in den Mittelmeerraum, wo man sie hauptsächlich wegen ihrer ätherischen Öle und ihrer medizinischen Wirkung schätzte.
- Auch heute noch gewinnt man aus den Schalen von Zitrusfrüchten anregende ätherische Öle, die überwiegend als Duftöl Verwendung finden.
- In Europa wurden Zitrusfrüchte zum ersten Mal im 16. Jahrhundert angebaut.
- Zunächst waren aber die immergrünen Gehölze beliebt, die man in so genannten Orangerien anpflanzte.
- Die ersten essbaren Zitrusfrüchte züchtete man dann im 17. Jahrhundert.
Gesundheitskick
Der Ruf von Orangen als Vitamin-C-Spender ist legendär.
Schon zwei Orangen decken den täglichen Vitamin C-Bedarf eines Erwachsenen.
Vitamin C ist besonders im Winter Mangelware, sofern man sich nicht gezielt vitaminreich ernährt.
Zitrusfrüchte liefern das Vitamin, das für das Immunsystem genauso wichtig ist wie für den Aufbau von Knochen, Bindegewebe und Zähnen.
Auch als Lieferant des Vitamin B sind Zitrusfrüchte ideal, wenn auch nicht so bekannt.
Viele weitere wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalium und Calcium machen Zitrusfrüchte zum Allrounder für eine gesunde Lebensweise.
Kalium senkt den Blutzuckerspiegel, fördert das Zellwachstum und Calcium, ist für feste Knochen und Zähne verantwortlich.
Zitrusfrüchte enthalten auch sekundäre Pflanzenstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Tipps & Tricks
- Darum ist es sinnvoll, die weißen Fasern direkt unter der Schale nicht komplett zu entfernen, denn hier sind die wertvollen Flavonoide enthalten.
- Als sekundäre Pflanzenstoffe schützen sie alle Zellen vor freien Radikalen und beugen so dem Alterungsprozess vor.
- Längst ist auch nachgewiesen, dass Flavonoide das Krebsrisiko minimieren.
Lagerung
Die empfindlichen Zitrusfrüchte sind kälteempfindlich und daher auf gar keinen Fall im Kühlschrank lagern - eine kühle Speisekammer, Keller oder Gemüsefach ist vollkommen ausreichend.
Die Früchte sollten auch getrennt von anderen reifen Früchten, die das Reifegas Ethylen bilden (z.B. Äpfel, Bananen, usw.), gelagert werden.
Auch einquetschen oder viele Früchte übereinanderlegen, sollte wenn möglich vermieden werden.
Optimale Lagertemperatur
- Orangen zwischen 6 und 10 Grad
- Mandarinen zwischen 6 und 10 Grad
- Zitronen zwischen 10 und 14 Grad
- Grapefruits zwischen 6 und 14 Grad
Früchte mit Schimmel oder Faulstellen dürfen nicht mehr verwendet werden.
Aufgeschnittene Früchte (Zitrone, Orange, usw.) sollte an mit der Schnittfläche nach unten auf einen Teller legen und spätestens am nächsten Tag verwerten.
Haltbarkeit
Generell kann man sagen, dass Früchte mit einer harten Schale länger halten als solche mit weicher – als Anhaltspunkt kann man folgende Werte heranziehen:
- Orangen: zwischen 4 und 12 Wochen
- Mandarinen: zwischen 2 und 8 Wochen
- Grapefruits: zwischen 3 und 12 Wochen
- Zitronen: zwischen 4 und 20 Wochen
Die oben genannten Haltbarkeitswochen hängen natürlich auch davon ab, wie lange die Früchte bereits im Supermarkt liegen bzw. wann sie geerntet wurden.
Natürlich kann man Zitrusfrüchte auch einfrieren – als Ganzes, in Scheiben geschnitten, nur die Schale oder den Saft – bleiben so für 3-6 Monate haltbar.
Wichtig ist dabei nur, dass man die Früchte vor dem Einfrieren gründlich mit warmen Wasser abwäscht und danach gut trocknet bzw. trocken wischt.
Verwendung in der Küche

Nicht nur direkt geschält und verzehrt sind Zitrusfrüchte einen Genuss, auch als Direktsaft und Obstkonserven stehen uns die köstlichen Vitaminbomben jederzeit zur Verfügung.
Orangenmarmelade, die in England gerne gegessen wird, schmeckt leicht bitter und wird auch bei uns immer beliebter.
Hierfür werden gewürfelte, bittere Orangen oder Pomeranzen mit Pektin und Zucker gekocht.
Selbst Orangeat und Zitronat, das wir häufig zum Backen verwendet, besteht aus der kandierten Schale bitterer Zitrusfrüchte.
Auch für verschiedene Kuchen eignen sich Zitrusfrüchte hervorragend.
Tipp: Durch kurzes Rollen zwischen den Fingern oder der Hand wird die Schale weicher und entfaltet ihren Duft.
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