Faschingskrapfen

Autor Haeferlguckerin, aktualisiert am 04.02.2026

Was wäre die Faschingszeit ohne Krapfen? Heute backen wir selbst welche – flaumig weich, gefüllt mit Marillenmarmelade.

Faschingskrapfen

Flaumige Faschingskrapfen selbst gemacht

Was wäre die Faschingszeit ohne Krapfen? Heute backen wir selbst welche – flaumig weich, gefüllt mit Marillenmarmelade. Schon als Kind gehörten Krapfen in meiner Familie während der Faschingszeit traditionell ins Küchenprogramm. Beim Faschingskrapfen Backen gleicht die Küche der Backstube einer Konditorei. Und es ist der reinste Genuss, in diese frisch gebackenen Krapfen hineinzubeißen. 

Krapfen bestehen aus einem Germteig. Die Teigkugeln werden dabei allerdings nicht im Backrohr gebacken, sondern in heißem Fett herausgebacken. Gefüllt werden die Krapfen nach dem Backen. 

Zubereitung erfordert Fingerfertigkeit

Zugegeben, die Zubereitung braucht viel Muße, Liebe zum Detail, ein klein wenig Fingerfertigkeit und auch etwas Zeit. Aber es lohnt sich, und ich bin der Meinung, dass sich jeder Hobbykoch doch zumindest einmal im Krapfenbacken versuchen sollte. Und gibt es etwas schöneres, als bei der Familienfeier oder bei einer Feier mit Freunden die selbstgebackenen frischen Krapfen zu präsentieren? 

Zeit:
100 Minuten Zubereitungszeit + 120 Minuten Ruhezeit 

Schwierigkeitsgrad:
mittel

Zutaten für 12 bis 13 Krapfen:

  • 1/8 l Milch
  • ½ Würfel frische Germ
  • 1 TL Feinkristallzucker
  • 300 g Weizenmehl glatt
  • 40 g Staubzucker
  • 5 Eidotter
  • 50 g Butter 
  • Zesten einer Biozitrone
  • ½ TL Meersalz fein
  • 2 cl Rum

Weitere Zutaten:

  • 2 l Maiskeimöl zum Herausbacken
  • Marillenmarmelade zum Füllen
  • Rum nach Geschmack zum Verfeinern der Marmelade
  • Staubzucker zum Bestreuen 

Rezept Zubereitung

Faschingskrapfen

  • Milch erwärmen (handwarm). Frische Germ zerbröseln und mit 2 Teelöffel Milch und einem TL Feinkristallzucker glatt rühren und an einem warmen Ort zu einem Dampfel aufgehen lassen. 
  • Butter zerlassen. Alle Zutaten für den Teig gemeinsam mit dem Dampfel zu einem glatten weichen Teig verkneten. Der Teig soll schön glatt sein und sich vom Schüsselrand lösen. Keine Sorge wegen dem Rum im Teig, der verdampft beim Backen. Durch den Rum im Teig wird allerdings verhindert, dass zu viel Fett von den Krapfen beim Backen aufgesogen wird.

Faschingskrapfen

  • Den Teig zu einer Kugel formen und in einer bemehlten Rührschüssel zugedeckt an einem warmen Ort auf das doppelte Volumen aufgehen lassen.
  • Den Krapfenteig herausnehmen, kurz zusammenkneten und wieder in die Schüssel zurückgeben, mit einem Tuch zudecken und erneut an einem warmen Ort aufgehen lassen.
  • Ein besonderer Tipp: je öfter der Krapfenteig aufgeht, umso feinporiger und geschmeidiger wird er. 

Faschingskrapfen

  • Vom Germteig ca. 50 g große Teigstücke abteilen und zwischen beiden Händen bzw. auf der Arbeitsfläche mit einer Hand zu runden Kugeln formen. Dieser Vorgang erfordert etwas Fingerfertigkeit, weil man mit einem gewissen Druck arbeiten muss, so dass eine schöne glatte Oberfläche entsteht. Man nennt diesen Vorgang auch „schleifen“ – da die Teigstücke glatt geschliffen werden. 
  • Die Teigkugeln auf ein bemehltes Backbleck legen, mit einem Tuch abdecken und nochmals gehen lassen. 

Faschingskrapfen

  • Das Öl in einem breiten Topf erhitzen. Zum Test, ob das Öl die richtige Temperatur hat, einen Holzstiel in das Öl tauchen. Tauchen kleine Bläschen auf, dann ist es heiß genug.
  • Die Faschingskrapfen nun mit der oberen Seite zuerst in das Öl einlegen (es ist die schönere Seite)! Im schwimmenden Öl die Krapfen mit geschlossenem Deckel zwischen 3 und 4 Minuten backen.
  • Sind sie auf der unteren Seite schön goldbraun, die Krapfen mithilfe 2 Gabeln wenden und für weitere 3 Minuten fertigbacken. Nun aber ohne Deckel. Und genau dieser Vorgang lässt auch diesen weißen Rand bei den Krapfen entstehen.
  • Denn die Krapfen gehen beim Backen im heißen Öl noch weiter auf. 
  • Mit einer Schaumkelle die frisch gebackenen Krapfen herausnehmen und auf Küchenrollenpapier abtropfen und kurz überkühlen lassen.
  • Anschließend die noch warmen Krapfen mit der warmen Marmelade füllen, dazu die Marmelade in einen Spritzsack mit kleiner Lochtülle füllen und seitlich die Krapfen damit einspritzen.

Faschingskrapfen

Weitere Rezept-Tipps:

Über mich
Meine Leidenschaft ist es zu kochen, daher stelle ich auch für Familie und Freunde regelmäßig meine Küche auf den Kopf. Wert lege ich dabei besonders auf regionale und saisonale Zutaten. Neugierig, experimentierfreudig und genussorientiert sind Eigenschaften, die mich in der Küche am treffendsten beschreiben. Gaumenfreunde finden auf meinem Kochblog www.haeferlguckerin.at Leckerbissen auf Rezept zum Nachkochen.

Autor

Haeferlguckerin
Foodblogger:in

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Kommentare

Katerchen
Katerchen
In die Krapfen (in Deutschland heißen sie teilweise „Berliner“) kommt bei uns Hagebuttenmarmelade (Hiffenmark) hinein.
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Pesu07
Krapfen zählen zwar nicht zu den gesündesten Mehlspeisen, darum genießen die meisten die Frapfen eh nur in der Faschingszeit. Schon die Kinder lernen beim Loch hineinzubeißen, damit die Marmelade nicht rausrinnt.
Katerchen
Katerchen
Das lernen die Kinder spätestens dann, wenn die Marmelade auf dem Hemd landet und die Mütter zum Schimpfen anfangen. 😊
Katerchen
Katerchen
Zur Faschingsparty werden wieder die Krapfen nach diesen Rezept gebacken und mit Hagebuttenmarmelade gefüllt. Und in einem Krapfen kommt statt Marmelade ein Senf. 😁
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Kanguruh1
Faschingskrapfen selbst herzustellen, ist einigermaßen aufwändig, aber die Mühe lohnt sich! Meine Mutter hat sie immer selbst gemacht, wir Kinder haben um die Wette gegessen!
Hermine_Rumpfmuller
Hermine_Rumpfmuller
Gutes Rezept. Es ist zwar eine Plackerei aber dafür schmeckt das halt besonders. Ausserdem, früher hat es auch nur in der Faschingszeit Krapfen gegeben, den Rest des Jahres nicht..
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Pesu07
Da stimme ich dir zu. Ich mache sie eher selten. Aber wenn ich die Krapfen backe, dann ist es nur in der Faschingszeit.
Maarja
Maarja
Täusche ich mich, oder steht in der Beschreibung nirgendwo wie man die Marmelade in die Krapfen hinein bekommt?
GuteKueche-Admin
GuteKueche-Admin
steht nun dabei - gutes Gelingen!
martha
martha
Faschingskrapfen mögen wir das ganze Jahr und am liebsten habe ich sie gefüllt mit meiner selbst gekochten Marillenmarmelade und leicht abgezuckert.
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Kanguruh1
Selbstgebackene Faschingskrapfen schmecken viiiel besser als gekaufte! Meine Mutter hat sie jedes Jahr gemacht, wir Kinder konnten gar nicht genug davon haben!
Raggiodisole
Raggiodisole
Faschingskrapfen gehören für mich zum äFasching dazu, und NUR zum Fasching. Auch NUR klassisch mit Marillenmarmelade gefüllt mögen wir sie am liebsten. Den weißen Rand krieg ich leider nicht immer so gut hin, gegessen werden sie trotzdem*ggg*
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Pesu07
Für mich gehören Faschingskrapfen auch nur zur Faschingszeit. Deshalb gibt es sie auch nur zur Faschingszeit.
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Pesu07
Wir haben sie früher als Kinder ofenwarm gegessen, gefüllt mit selbstgemachter Marillenmarmelade - ein Genuss.
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