Zwiebelsuppe, Medizin aus der Suppenschüssel
Erster Schnupfen und Husten kündigen sich schleichend an und der Hals kratzt? Dann am Besten gleich ab in die Küche, um eine köstliche und vorbeugende Zwiebelsuppe zu zaubern.

Zwiebelsuppe wird seit Jahrhunderten als Volksheilmittel gegen Erkältungen eingesetzt.
Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass an dieser Volksweisheit etwas dran sein könnte.
Was dahinter steckt, schauen wir uns näher an.
Zwiebelsuppe gegen die Erkältung
Zwiebelsuppe schmeckt nicht nur gut, sie ist auch ein Klassiker, wenn es um die Bekämpfung von Erkältungen oder Grippeviren geht.
Dank ihres Nährstoffgehalts und ihrer wärmenden Eigenschaften kann Zwiebelsuppe das Immunsystem stärken, Entzündungen lindern und Nasennebenhöhlen befreien.
Warum Zwiebelsuppe bei einer Erkältung hilft
Vitamine und Mineralstoffe
- Zwiebeln sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
- Sie sind eine hervorragende Quelle für Vitamin C, das für ein gesundes Immunsystem unerlässlich ist, und sie enthalten schwefelhaltige Verbindungen, die antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften haben.
Präbiotisches Lebensmittel
- Zwiebeln sind nicht nur reich an Vitaminen und Mineralstoffen, sondern auch ein präbiotisches Lebensmittel.
- Präbiotika sind unverdauliche Ballaststoffe, die als Treibstoff für die nützlichen Bakterien im Darm dienen.
- Diese nützlichen Darmbakterien sind wichtig für ein starkes Immunsystem.
Schleimlösend
- Zwiebeln sind auch dafür bekannt, schleimlösend zu wirken.
- Das bedeutet, dass sie helfen können, den Schleim zu verdünnen und ihn leichter aus der Lunge zu befördern.
- Das kann dazu beitragen, Erkältungssymptome wie Schnupfen und Husten zu lindern
Was Oma schon über dieses Hausmittel wusste

Es kommt nicht von ungefähr, dass die Großmutter schon immer auf die Zwiebelsuppe als natürliches Heilmittel geschworen hat.
Sie wusste, dass die Suppe, die sie stets mit regional erworbenen Zutaten zubereitete, weitaus mehr kann, als lediglich den Hunger zu stillen und dem Gaumen etwas Gutes zu tun.
Nämlich dass die Suppe:
- die Nebenhöhlen befreien und das Atmen erleichtern kann.
- eine entzündungshemmende Wirkung hat.
- das Immunsystem stärken kann.
- durch ihre Wärme Halsschmerzen lindern kann.
- und vor allem wie man sie kocht.
Köstliche Zwiebelsuppen Rezepte
- Zwiebelsuppe
- Französische Zwiebelsuppe
- Tiroler Zwiebelsuppe
- Steirische Zwiebelsuppe
- Zwiebelsuppe mit Dinkel
- Apfel-Zwiebelsuppe
Kann man jede Zwiebelsorte verwenden?
Es gibt einige Zwiebelsorten, die nicht für eine Zwiebelsuppe verwendet werden sollten, insbesondere Frühlingszwiebeln, die einen viel stärkeren Geschmack haben als die weißen oder gelben Zwiebelsorten.
Ideal sind weiße Zwiebeln, da sie mehr Zucker enthalten und somit süßer im Geschmack sind sind.
Zwiebelsuppe in der Geschichte

Die Geschichte der Zwiebelsuppe ist lang und vielfältig und hat ihre Wurzeln sowohl in der Medizin als auch in der Gastronomie.
Einigen Berichten zufolge wurden Zwiebeln schon von den alten Ägyptern als Medizin aus der Küche verwendet, um eine Vielzahl von Beschwerden zu lindern.
Man glaubte auch, dass sie böse Geister abwehren würden, und so wurden Zwiebeln oft als Teil der Bestattungsrituale in die Gräber gelegt.
Später übernahmen die Römer die Zwiebelsuppe als Mittel gegen Erkältungen, und schließlich gelangte sie nach Frankreich, wo sie zu einem Grundnahrungsmittel der ländlichen Küche wurde.
Im 18. Jahrhundert erklärte der französische Schriftsteller Jean Anthelme Brillat-Savarin die Zwiebelsuppe zur "Speise der Freundschaft" - eine treffende Beschreibung für dieses herzhafte Gericht.
Fazit
Es gibt nichts Besseres als eine Schüssel heiße Suppe, wenn die Erkältung mal wieder zugeschlagen hat.
Und obwohl jede Art von Suppe in dieser Hinsicht hilfreich sein kann, eignet sich die Zwiebelsuppe besonders gut für diesen Zweck, da sie reich an Vitaminen und Mineralien ist und das Immunsystem ankurbelt. Guten Appetit!