Die antibakterielle Knoblauchsuppe
Der Hals kratzt und die Nase rinnt, dann wird es Zeit für ein altes, bewährtes Hausmittel aus der Küche. Eine deftige und antibakterielle Knoblauchsuppe treibt die lästigen Bakterien zuverlässig aus.

Einmal den Zugang in die Küche erobert, bleibt Knoblauch als treuer Begleiter da.
Als Gewürz geschätzt, weiß man heute nicht nur das, sondern auch, warum er gesundheitsfördernde Wirkung entfaltet.
Warum Knoblauchsuppe bei einer Erkältung hilft
Die Knoblauchknolle enthält:
- neben zahlreichen Vitaminen vor allen die Vitamine C, B, A
- einen hohen Anteil an Schwefelverbindungen, die antibakteriell und entzündungshemmend wirken
- das bei der Zerkleinerung entstehende Allicin, was im gesamten Körper therapeutisch gegen freie Radikale wirkt
- Zink, Mangan, Selen für die Herz- und Kreislaufstabilität
Was Oma schon über dieses Hausmittel wusste
Bekanntermaßen wurde früher bei fieberhaften Infekten eine spezielle Hühnersuppe zubereitet, die nicht nur gern bei Appetitlosigkeit den nötigen Nährwert brachte, sondern auch gesund machte.
Die dem Knoblauch zugetan waren, bekamen eine Knoblauchsuppe zur Genesung vorgesetzt.
Oma wusste noch nicht viel über die gesundmachenden Inhaltsstoffe, sie wusste aber, dass diese Suppe noch besser hilft.
Manchmal kamen Zwiebeln gemeinsam mit Knoblauch als natürliche Heilmittel bei Halsschmerzen zum Einsatz.
Wer kann, sollte in eine Zehe hineinbeißen und sie zerkauen.
Denn nur so entsteht das wirksame Allicin.
Wer das nicht konnte, bekam von Oma einen Tee aus drei halbierten aufgekochten Zehen.
Die schnell einsetzende Heilung sprach für sich.
Kann man jede Knoblauchsorte verwenden?

Von den ungefähr 200 verschiedenen Sorten wird für die heilsame Knoblauchsuppe vor allen der aus der Softneck-Gruppe verwendet.
- In ihm steckt seine Kraft konzentriert in den Knoblauchzehen.
- Er ist anspruchslos im Anbau.
- Er ist regional verfügbar.
- Sein Geschmack ist mild bis scharf.
- Die Knolle ist ergiebig.
- Er ist 8 bis 12 Monate lagerfähig.
Knoblauchsuppe in der Geschichte
- Seit jeher halfen sich die Menschen mit natürlichen Heilmitteln.
- Oft wussten sie nur durch Erfahrungen, dass sie helfen, aber nicht, warum das so ist.
- Bereits im Altertum wurde der Knoblauch bei verschiedensten Krankheiten als natürliches Heilmittel und als Stärkungsmittel eingesetzt.
- In den Ländern des Mittelmehrraums glaubte man sogar, mit Knoblauch den „bösen Blick“ abwehren zu können.
- Unser köstliches Gazpacho in seinen heutigen vielfältigen Variationen ging aus der weißen Knoblauchsuppe hervor.
- Die Mauren, Nomaden der Berberstämme, bereiteten sie bereits seit dem 7. Jahrhundert aus Gurken, Brot, Knoblauch und Olivenöl zu.
- Die Zutaten wurden im Mörser zerkleinert.
- Bis zum 18. Jahrhundert wurde sie unverändert so zubereitet.
- Erst mit der Rückkehr von Kolumbus aus Amerika und seinen Mitbringseln, den Tomaten und den Paprika, entstanden die heute bekannten Variationen.
- Die traditionelle Art mit sehr viel Knoblauch ist in vielen Ländern sehr beliebt.
Tipps & Fazit

Als Medizin aus der Küche oder als Gewürz, als Gemüse, sauer eingelegt oder fermentiert, die moderne Küche hat viele Varianten hervorgebracht.
Studien belegen nicht nur die heilsame, sondern auch die vorbeugende, gesund erhaltende Wirkung, besonders in den Erkältungszeiten.
Es ist allerdings ein täglicher Verzehr von Knoblauch nötig.
Bei Halsschmerzen wirkt eine Knoblauchzehe zerkaut schnell desinfizierend – vorausgesetzt, man hält den starken Reiz der Schärfe aus.
Geschnitten oder zerdrückt verliert der Knoblauch viel von seiner Wirkungskraft.
Vor einem intensiven Verzehr von Knoblauch ist es ratsam, mögliche Allergien auszuschließen.

Gute Besserung - Knoblauchsuppen-Rezepte