Vanillezucker, von der Schote aufs Kipferl
Vanille und Vanillezucker begegnet uns das ganze Jahr über in verschiedenen Variationen. Von zarten Vanillekipferln in der Winterzeit bis hin zum köstlichen Eis oder Pudding.

Kipferl, Kuchen oder Dessert, Vanillezucker verleiht ihnen allen das gewisse Etwas.
Sein ganz besonderes Aroma und die feine Süße machen ihn zu einem Klassiker, der in keiner Küche fehlen sollte.
Was ist Vanillezucker?
- Die beliebte Backzutat besteht aus Zucker und Vanille.
- Je nach Herstellart enthält sie ausschließlich gemahlene Vanilleschote.
- Manchmal werden dem Produkt noch Aroma oder Extrakt der Vanille hinzugefügt.
- Vanillezucker ist im Handel erhältlich, er kann jedoch auch selbst hergestellt werden.
Woher stammt die Vanilleschote?

Das aromatische Gewürz wächst an Orchideenpflanzen, die am Besten in einem feuchten und heißen Klima gedeihen.
Wilde Vanilla-Orchideen werden wie unsere heimischen Blumen von Insekten bestäubt.
Auf Plantagen geschieht dies von Menschenhand.
Es gibt drei Arten der Vanilla-Orchideen, die überwiegend zur Herstellung von Vanille verwendet werden:
- die Guadeloupe Vanille - Vanilla pompona
- die Gewürzvanille - Vanilla planifolia
- die Tahiti Vanille - Vanilla tahitensis
Die Kapselfrüchte werden kurz vor der Reife geerntet, abgebrüht und anschließend fermentiert.
Danach werden sie einige Wochen getrocknet, bevor die Aufbewahrung in speziellen Behältern für ein kräftiges Aroma sorgt.
In der freien Natur sind tropische Wälder das natürliche Zuhause der Vanilla-Pflanzen.
Der aromatische Bestandteil des Vanillezuckers stammt aus Plantagen, die überwiegend in Madagaskar angesiedelt sind.
Wie kann man Vanillezucker selbst herstellen?
Das beliebte Gewürz kann ganz einfach selbst gemacht werden.
Nötig dazu sind:
- Zucker
- Vanilleschoten
- nach Geschmack: Zimt
- Das Mischverhältnis lautet: pro 100 g Zucker, jeweils 1 Vanilleschote und 1 Teelöffel Zimt.
- Die Schoten werden aufgeschnitten und ausgekratzt.
- Vom Zucker wird die Hälfte abgewogen und mithilfe eines Mörsers mit dem Vanillemark vermischt.
- Nun wird der restliche Zucker und nach Geschmack Zimt dazugegeben und alles erneut gut durchgemischt.
- Zusammen mit den leeren Schoten wird der Vanillezucker in passende Glasbehältnisse gefüllt und in einem dunklen und kühlen Raum bis zu Verwendung aufbewahrt.
Ist Vanillezucker gesund?
Das in Vanille enthaltene Vanillin soll
- beruhigend
- stimmungsaufhellend
- und aphrodisierend
wirken.
Was ist der Unterschied zwischen Vanillepulver, Vanille- und Vanillinzucker und Vanilleextrakt

Vanillepulver
- Es besteht lediglich aus Vanilleschoten.
- Ihm wird kein Zucker zugesetzt.
Vanillezucker
- Er erhält sein köstliches Aroma durch die Zugabe echter Vanillefrüchte.
- Meist sind dies gemahlene Schoten, es kann jedoch zusätzlich auch natürliches Extrakt der Vanille hinzugefügt werden.
Vanillinzucker
- Hier wird Zucker mit dem Aromastoff Vanillin vermischt.
- Dieser kann einen natürlichen Ursprung haben.
- Es wird jedoch häufig künstlich erzeugt.
Vanilleextrakt
- Die flüssige Essenz wird aus der Vanilleschote gewonnen.
In welcher Art Vanille Anwendung findet, hängt von den persönlichen Vorlieben und der Preisvorstellung ab.

Wofür wird Vanillezucker verwendet?
Die süße Würze kommt häufig bei Gebäck und Desserts zum Einsatz.
Sie peppt Schlagobers auf, verleiht der Vanillesauce ihren typischen Geschmack und rundet verschiedenste Marmeladensorten ab.
Auch die Verwendung in der herzhaften Küche wird immer beliebter.
Fleisch oder Reisgerichte lassen sich beispielsweise hervorragend mit Vanillezucker abschmecken.
Fazit
Ob gekauft oder selbst gemacht, Vanillezucker ist das Rundum-Sorglos-Paket im heimischen Gewürzregal.
Köstliche Rezepte mit Vanillezucker: