Richtig würzen will gelernt sein
Zur Grundausstattung der Gewürze und Kräuter gehören normaler Pfeffer oder Cayenne Pfeffer und Salz. Allerdings können sie sehr gut durch verschiedene Kräuter und Gewürze ersetzt werden, was eine gesunde Ernährung unterstützt.

Dabei darf edelsüßer Paprika nicht fehlen, der den Gerichten Geschmack und Farbe verleiht, ohne dabei scharf zu sein. Für die Schärfe im Essen eignet sich hervorragend Chili und für die Würze Rosenpaprika. Zusätzlich runden Zimt, Muskat, Curry, Koriander und Kurkuma die Palette der Gewürze ab und verleihen vielen Gerichten ein ausgewogenes oder exotisches Aroma.
Neben den Gewürzen spielen Kräuter eine große Rolle. Rosmarin, Thymian, Majoran, Petersilie und Schnittlauch sind unverzichtbare Begleiter der guten Küche. Basilikum und Oregano eignen sich für alle Tomatengerichte und sind somit die perfekte Ergänzung zu den Basiskräutern.
Die Menge machts
Um die passende Menge zum Würzen zu finden, muss unbedingt vorher abgeschmeckt werden. Da jedes Gericht und Gewürz unterschiedliche Dosierungen erfordert, ist es ratsam, mit geringen Mengen anzufangen.
Es gibt Gewürze (Paprika edelsüß, Curry oder Zimt), die löffelweise ihre Wirkung tun. Bei vielen anderen (Pfeffer oder Chili) reicht eine Messerspitze, damit die nötige Schärfe ans Gericht kommt.
Tipp: Gewürze und vor allem Kräuter (auch getrocknete) sollte man in der Regel vor der Zubereitung zerkleinern – z.B. im Mörser – so erhalten sie den vollen Geschmack.
Tipp: Pro Rezept sollte man immer nur ein Hauptgewürz verwenden, alle anderen Gewürze sollten das Gericht nur abrunden, da es ansonsten passieren kann, dass sich zwei intensive Gewürze stören.
Wann muss man würzen?
Nicht alle Gewürze sollten schon am Anfang in das Gericht gegeben werden – hier ein paar Tipps und Tricks wie man welches Gewürz verwendet:
- Salz sollte man schon vor dem Kochen hinzufügen.
- Gleiches gilt auch für Gewürze, die im Ganzen zugegeben werden – z.B. Pfefferkörner, Wachholder, Lorbeerblätter, Gewürznelken, usw.
- Manche Gewürze sollte man vorher in einer Pfanne (ohne Fett) anrösten, damit sie ihr volles Aroma entfalten – z.B. Zimt, Koriander oder auch Piment.
- Gemahlene oder getrocknete Gewürze bzw. Kräuter gibt man immer erst am Ende bzw. zum Schluss zur Speise.
- Auch frische Kräuter sollten erst am Schluss hinzugefügt werden.
Frisch oder Getrocknet
Küchen- und Gewürzkräuter sind die Pflanzen, deren Blüten, Blätter oder Stängel aufgrund ihres Geschmacks zum Würzen verwendet werden.
Frische Kräuter sind unbestritten am Wertvollsten, da die Inhalts- und Geschmacksstoffe sehr viel intensiver sind als bei getrockneten Kräutern. Da aber gerade in den Wintermonaten selten auf frische Kräuter zurückgegriffen werden kann, sind getrocknete Kräuter ein annehmbarer Ersatz.
Eine Möglichkeit frische Kräuter auch im Winter zu haben ist der kleine Kräutergarten auf der Küchenbank. Eine weitere Möglichkeit ist die Ernte des Sommers portionsweise einzufrieren, um im Winter passende Mengen zur Verfügung zu haben.
Welche Gewürze zu welcher Speise?
Hier haben wir eine kleine (sicher nicht vollständige) Übersicht oder Anregungen, welche Gewürze man für welche Speise verwenden kann:
Backwaren:
- Anis
- Gewürznelken
- Ingwer
- Kardamom
- Kümmel
- Piment
- Vanille
- Zimt
- Usw.
Suppen:
- Curry
- Estragon
- Kresse
- Kerbel
- Knoblauch
- Majoran
- Muskat
- Petersilie
- Safran
- Usw.
Fleisch:
- Basilikum
- Beifuß
- Curry
- Ingwer
- Knoblauch
- Kümmel
- Liebstöckel
- Lorbeer
- Majoran
- Pfeffer
- Wachholder
- Rosmarin
- Usw.
Geflügel:
- Beifuß
- Curry
- Ingwer
- Knoblauch
- Kümmel
- Thymian
- Rosmarin
- Usw.
- Wild:
- Gewürznelken
- Koriander
- Kümmel
- Lorbeer
- Wacholder
- Usw.
Fisch:
- Curry
- Dill
- Ingwer
- Knoblauch
- Majoran
- Oregano
- Pfeffer
- Safran
- Wacholder
- Usw.