Mohn - neu entdecken!
Der Mohn ist als Rauschmittel und wird als Lebensmittel geschätzt. Mohnsamen finden schon seit dem 13. Jahrhundert in der heimischen Küche Verwendung. Ob Mohnstrudel, Mohntorte, Mohnkuchen oder Mohnknödel, diese Gerichte aus Omas Küche kennt wohl jeder. Der Mohn besitzt einzigartige gesunde Nährstoffe und gilt als neues Superfood.

Mohn gehört zu den ältesten Kultrupfalnzen und weltweit gibt es über 100 Mohnsorten:
- Der wichtigsten bzw. bekannteste ist der sogenannte Garten- oder Schlafmohn, mit seinen leuchtend roten Blüten, der als Lebensmittel oder zur Ölgewinnung verwendet wird.
- Dann gibt es auch noch den Klatschmohn, Goldmohn oder auch den Saatmohn, welche bei uns meist als Zierpflanze verwendet werden.
Info: In Österreich darf Schlafmohn, auf Grund der enthaltenen Opiate, nur mit Genehmigung angebaut werden – er fällt unter das Betäubungsmittelgesetz.
Den Unterschied zwischen Schlafmohn und Ziermohn erkennt man an den Blütenblättern:
- Schlafmohn hat 4 Blütenblätter
- Ziermohn hat mehr als 4 Blütenblätter
Wie viel Power steckt im Mohnsamen?
Mohnsamen bestehen bis zu 50 % aus Öl; dieses kann und wird durch Kaltpressung gewonnen. In Österreich wird es seit kurzem produziert und ist als köstliches Speiseöl erhältlich; der Preis ist relativ hoch. Dafür ist es bestens für Salate und kalte Gerichte geeignet und punktet mit einem wunderbar nussigen Aroma.
Weiters enthält es die volle Power der Mohnsamen, wie:
- wertvolles Eiweiß
- B-Vitamine
- Kalium
- Magnesium
- Calcium (zählt zu den calciumreichsten Lebensmittel überhaupt)
Somit ist es nicht verwunderlich, dass Mohn zu den heimischen Superfoods gezählt wird!
Welche Mohn essbare Sorten gibt es?
Die Farben der Mohnsamen geben Auskunft, aus welchen Gebieten sie stammen:
- Blaumohn: kommt unter anderem aus Ungarn, Türkei, aber auch aus Australien.
- Graumohn: wird fast ausschließlich aus Indien importiert. Interessant: In Indien dient weißer Mohn als Bindemittel für Currys und Saucen und wird als Ersatz für Mehl verwendet.
- Weißmohn: Der Waldviertler Graumohn g. U., besitzt sogar eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Das Waldviertel ist deswegen so bekannt für seinen Graumohn, weil dieser bereits seit dem 13. Jahrhundert erfolgreich angebaut und weiterverwendet wird.
Auch der Geschmack ist von der Farbe abhängig: So besitzt der blau-schwarze Mohn den kräftigsten Geschmack, der graue Mohn schmeckt wesentlich milder und zarter. Der weiße Mohn punktet durch ein sehr nussiges Aroma.
Wichtig: Blaumohn ist von Natur aus mit Morphin belastet, das vom milchigen Kapselsaft stammt und sollte vor dem Verzehr, gut mit warmen Wasser gewaschen werden. Diese Mohnsorte ist für Kinder NICHT geeignet. Der bei uns im Supermarkt angebotene Mohn ist völlig harmlos und verursacht keine Rauschzustände.
Info: Aus einer kugeligen Mohnkapsel können bis zu 30.000 Körner geerntet werden.

Die Verwendung von Mohn in der Küche
- Mohnstrudel
- Mohnnudeln
- Mohnschnitte
- Germknödel mit Powidl
- Mohnfesserl
- Mohnknödel
- Mohn-Weckerl
- weieter Mohn Rezepte
Mohn ist in Österreich nicht nur bei Süßspeisen oder in Oma's Küche vorzufinden. Sondern mit ihm wird gebacken und verziert, denn neben einem tollen Aroma, bietet er auch noch eine Fülle an Nährstoffen.
Ganze Mohnsamen werden auf Gebäck gestreut; gemahlen findet er Verwendung bei Süßspeisen, Cremes, aber auch in deftigen, herzhaften Gerichten.
Info: Gemahlener Mohn wird rasch ranzig, deswegen nur in kleinen Mengen kaufen und gleich verarbeiten. Ganze Mohnsamen können gut verschlossen mehrere Monate kühl aufbewahrt werden.
Welchen Mohn Sie auch bevorzugen, durch seine vielen wertvollen Inhaltsstoffe, zählt er zu den Superfoods und bereichert geschmacklich jeden Speiseplan!