Maibowle - Waldmeisterbowle
Maibowle ist ein beliebtes Getränk im zeitigen Frühjahr. Am besten schmeckt sie natürlich selbst zubereitet, wenn frisch gepflücktes Kraut dafür verwendet wird.

Maibowle ist ein beliebtes Getränk im Frühjahr. Am besten schmeckt sie natürlich selbst zubereitet, wenn frisch gepflücktes Kraut (Mitte April bis Anfang Juni) dafür verwendet wird.
Info: Die Waldmeisterbowle wird auch oft Maibowle oder Maitrank bezeichnet.
Was kommt in eine Maibowle?
Die Zubereitung einer Maibowle fängt mit einem Spaziergang im Wald oder durch den Garten an, wo das duftige Kraut erst einmal gesammelt werden muss. Geerntet wird der Waldmeister normalerweise vor der Blüte (Mitte April bis Anfang Juni).
Für eine Waldmeisterbowle wird ein gutes Bund Waldmeister benötigt, welches etwa einem Gewicht von 4 bis 5 Gramm beträgt. Der Waldmeister riecht, wenn er frisch gepflückt wird, noch nicht so intensiv, sondern eher wie Gras.
Die eigentlich für ihn typischen Duftstoffe entwickeln sich erst in einem leicht angewelkten Zustand. Deshalb muss der Waldmeister einen Tag lang getrocknet werden, bevor er verwendet werden kann.
Nachdem der Waldmeister eine gewisse Welke erreicht hat, kann es mit dem Zubereiten der erfrischenden Maibowle losgehen.
Maibowle Zubereitung

Zutaten:
- 1 Bund Waldmeister, gewelkt, an den Stielen zusammengebunden
- 1 Flasche Weißwein, trocken
- 1 Esslöffel Zucker, nach Bedarf
- 1 Flasche Sekt, halbtrocken
- 1 Stück Zitrone, in Scheiben geschnitten
- 1 Paar Minzeblätter
- 1 Schuss Weinbrand, je nach Bedarf
Zubereitung:
- Der Weißwein wird in eine ausreichend große Schüssel oder ein Bowlegefäß bzw. Karaffe gegeben.
- Der Waldmeister wird kopfüber in den Wein gehängt. Es ist wichtig, dass die Stiele nicht in der Bowle schwimmen, weil diese zu viele Bitterstoffe abgeben, die die Bowle ungenießbar machen würden.
- Wie lange der Waldmeister nun im Wein hängen soll, da scheiden sich die Geister. Das ist sicherlich auch Geschmackssache, wie intensiv das Aroma sein soll. Manchen ist die Dauer von einer Viertelstunde schon genug, andere lassen den Waldmeister bis zu anderthalb Stunden in der Flüssigkeit. Am besten zwischendurch einmal probieren, wie intensiv das Aroma schon ist.
- Wenn der Wein das gewünschte Aroma angenommen hat, nimmt man den Bund Waldmeister aus dem Wein, rührt den Zucker ein und gießt anschließend eine Flasche kalten Sekt dazu.
- Wer mag, gibt noch Eiswürfel und einige halbe Zitronenscheiben hinein.
- Um den Geschmack etwas abzuwandeln, werden neben den Waldmeisterblättern auch ein paar Minzeblätter gegeben. Sehr gut harmoniert hier zum Beispiel eine Erdbeerminze.
- Wer einen stärkeren Alkoholgehalt der Bowle wünscht, kann außerdem noch etwas Weinbrand hinzufügen.
Info: Wem das Sammeln und Trocknen des Waldmeisters zu aufwändig ist, kann natürlich auch zu Waldmeister-Sirup greifen, den es schon fertig zu kaufen gibt. Die Bowle erhält dann die grüne Farbe, die für eine echte Waldmeisterbowle sehr untypisch ist, denn echter Waldmeister färbt niemals so grün. Außerdem ist diese „gepanschte“ Bowle dann sehr süß und nicht so köstlich wie das Original.
Kopfschmerzen & Co.
Waldmeister oder besser gesagt, das Cumarin darin, verursacht nicht nur Kopfschmerzen, wenn ein übermäßiger Verzehr stattfindet, er kann die Kopfschmerzen auch lindern helfen. Wer einen Kater am nächsten Morgen befürchtet, sammelt am besten gleich etwas mehr von dem Kraut und gibt dieses zerdrückt auf einen Umschlag, der auf die Stirn aufgelegt wird. Nach kurzer Zeit sind die Kopfschmerzen verflogen.