Kartoffelpüree im Lauf der Zeit
Jeder kennt es, das gute alte Kartoffelpüree, egal ob stückelig oder ganz fein gestampft, Kartoffelpüree geht eigentlich immer. Doch was soll an diesem einfach Gericht so interessant sein? Ihr werdet staunen, denn die Geschichte des Kartoffelpürees ist alles andere als langweilig!

Nicht immer war die Kartoffel so beliebt, wie in der heutigen Zeit.
Es gab sogar Epochen in welchen der Verzehr von Kartoffeln verpönt war, da die Knolle als reines Viehfutter galt.
Im 18. Jahrhundert hielt sich sogar das Gerücht stark, dass der Genuss von Kartoffeln Lepra verursachen könnte.
In Frankreich wurde tatsächlich im Jahre 1748 ein Gesetz gegen Kartoffeln erlassen.
Das Image der Kartoffel und den verschiedenen Gerichten daraus hat sich mittlerweile stark verändert.
In vielen Ländern dieser Welt zählt die Kartoffel zu den beliebtesten Nahrungsmitteln überhaupt.
Wie wurde das Kartoffelpüree erfunden?
- Bereits im 18. Jahrhundert wurden Rezepte für Kartoffelbrei notiert.
- Das Kartoffel Püree dürfte sich in verschiedenen Regionen etwa gleichzeitig entwickelt haben.
- So war der Kartoffelbrei in Irland absolut populär und gilt dort bis heute noch als Nationalgericht.
- In den Anden, dem Ursprungsland der Kartoffel gab es ebenfalls einen nahrhaften Brei aus der Knolle und auch in Amerika wurden bereits in frühen Kochbüchern Rezepte von Kartoffel-Püree veröffentlicht.
- Kartoffelbrei war auch ein beliebtes Gericht, mit welchem frühe Pilger auf dem Jakobsweg verköstigt wurden.
- Sogar in Asien entstanden bereits in früheren Jahrhunderten Currygerichte auf Basis der Kartoffel.
Kartoffelbrei ist beliebt als:
- Babynahrung
- Beilage
- Schonkost
- eigenständige Delikatesse
Frühe Kartoffelpüree Rezepte aus England, Irland und der Welt

In Irland bestand das traditionelle Kartoffel Püree-Gericht, Colcannon genannt, aus Kartoffeln, Grünkohl oder einer anderen Kohlart.
In England wurden für das simple Püree Kartoffeln geschält und mit Salz, Butter und Milch in einem Topf weichgekocht und anschießend zerdrückt.
Den Namen Püree erhielt der Kartoffelbrei aus Frankreich.
Es beschreibt die Zubereitungsart, bei welcher der Brei vor dem Servieren durch ein Sieb gestrichen wurde.
Dadurch konnte die besonders feine und sämige Konsistenz erreicht.
Noch heute unterscheidet man in der Küchensprache zwischen Kartoffelstampf, Brei und Püree.
Während sich beim Stampf noch Stücke in der Speise befinden dürfen, der Brei etwas dicklicher sein kann, ist das Püree sehr samtig glatt und geschmeidig.
Ein neues Küchenwerkzeug
- Zu Beginn wurden die weichgekochten Kartoffeln mit Löffeln oder Gabeln im Topf zerdrückt.
- Danach wurden dafür Stößel aus Holz verwendet.
- Zur Wende zum 20. Jahrhundert wurde die Kartoffelpresse erfunden.
- Dabei handelt es sich um eine groß dimensionierte Knoblauchpresse.
- Damit wurde die Herstellung von Püree sehr einfach.
- Die Kartoffelpresse hat jedoch auch den Vorteil, dass die Textur des Pürees damit perfekt gelingt.
- Wird Kartoffel-Püree zu stark gedrückt, zermanscht oder gar mit einem Mixer oder Schneebesen gerührt, so erhält es durch die Stärke ein leicht schleimig klebrige Konsistenz.
- Durch die Verwendung einer Kartoffelpresse kann diese unangenehme Textur vermieden werden.
Die Entwicklung des Fertigpürees

In den 1950er Jahren wurde in Amerika offiziell das erste Fertigpüree entwickelt.
Die Kartoffelflocken, die einfach und schnell mit heißer Milch, Wasser und Butter zu Püree verwandelt werden können, entstehen aus dehydrierten Kartoffeln.
In Wahrheit dürften jedoch bereits die Inkas Methoden angewandt haben, mit welchen sie den Kartoffeln Wasser entzogen hatten, um diese für den Winter haltbar zu machen
Fazit
Auch wenn Fertigpüree von vielen verpönt ist, so ist das Pulver dennoch in fast jedem Haushalt zu finden.
Kartoffel-Püree zählt einfach zu den beliebtesten Speisen für Jung und Alt und je einfacher und schneller es zuzubereiten ist, um so praktischer ist es auch.