Thailändische Küche - scharf, abwechslungsreich und sehr gesund
Die thailändische Küche ist der Inbegriff der Frische. Wer noch nie in einer der Garküchen Bangkoks eines der frisch zubereiteten Gerichte probiert hat, hat definitiv ein Stück Thailand verpasst. Dank der weitverbreiteten Asia-Shops ist es aber inzwischen kein Problem mehr, sich ein wenig Thailand nach Hause zu holen.

Die thailändische Küche gehört sicherlich zu den gesündesten der ganzen Welt. Sie zeichnet sich durch eine ausgewogene Mischung aus kohlehydratreichen Lebensmitteln, Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch aus.
Die Thailänder essen sehr abwechslungsreich und verglichen mit unserer Ernährung sehr scharf.
Besonders Chilis und Currys spielen eine große Rolle in der thailändischen Küche. Immer wieder neue Kombinationen der vielfältigen Zutaten sorgen dafür, dass das thailändische Essen nie langweilig wird.
Geschichte und Einfluss der Küche
Die thailändische Küche hat eine jahrtausendealte Tradition. Im Laufe der Zeit wurde sie von zahlreichen externen Einflüssen beeinflusst, beispielsweise durch China und Japan.
Während der Zeit der Missionierung und der Kolonialisierung kamen sogar europäische Einflüsse in die vielfältige Küche.
Traditionen
Eine typisch thailändische Tradition sind die Garküchen. Es handelt sich dabei um kleine Essensstände, die sich bevorzugt auf Märkten, aber auch einfach am Gehsteig an größeren Straßen befinden. In diesen kleinen Garküchen kann man quasi im Vorbeigehen verschiedenste Minigerichte probieren. Ursprünglicher kann man die thailändische Küche kaum kennenlernen.
In Thailand isst man hauptsächlich mit Löffel und Gabel bzw. benutzt in manchen Regionen noch die Hände. Stäbchen gehören nicht zur thailändischen Tradition und werden vor allem für ausländische Gerichte verwendet bzw. für Touristen zur Verfügung gestellt, die Stäbchen automatisch mit der asiatischen Küche in Verbindung bringen.
Hauptzutaten in der Küche

Wie in vielen asiatischen Ländern ist Reis auch in Thailand das Grundnahrungsmittel Nr. 1. Je nach Region bevorzugt man Jasmin- oder Klebreis.
Es gibt verschiedene Nudelsorten, unter anderem Reisnudeln, Weizennudeln oder Glasnudeln.
In der Küche kommen zahlreiche Obstsorten zum Einsatz, beispielsweise Mangos, Wassermelonen, Ananas, Papayas, Pomelos und viele Bananen.
Außerdem ist die thailändische Küche sehr Gemüselastig und gut gewürzt.
Typische Gewürze in der thailändischen Küche sind:
- Chili
- Ingwer
- Galangawurzel
- chinesischer Ingwer
- Zitronengras
- Knoblauch
- Koriander
- Dill
- Basilikum
- Limettenblätter
- Fischsauce
- Tamarinde
Bekannteste Speisen
- Som Tam: Mischgemüse gewürzt mit Fischsauce, Chili, Palmzucker, Salz und Erdnüssen
- Kaeng Phanaeng: Erdnuss-Curry
- Phak-Bung-Fai-Daeng: Wasserspinat gewürzt mit Schwarzen Bohnen, Knoblauch und Chili
- Khai-Chiao: Omelette
- Tom Yam Gung: sauer-scharfe Suppe
- Kaeng Hang Leh: kräftiges Schweinegulasch
- Khao Soi: Eiernudeln mit einer würzigen Sauce, garniert mit Limonen, Schalotten und saurem Kohl
- Laab: Salat mit Schweine-, Fisch- oder Hühnchen-Hack mit Fischsauce, Chili und Limonensaft
- Khanom Chiin Nam Ya: Reisnudeln mit Curry-Fischsauce
- Triumvirat: grünes Curry
- Kaeng Phet: rotes Curry
- Khao Laam: in Bambusrohren gedämpfter Klebreis mit Kokosmilch
- Kuay-Thiao-Ruea: Nudelsuppe
- Kaeng Masaman: Moslem-Suppe (scharf durch Chili und Curry)
- Thai-Pilz-Salat: exotischer frischer Pilz-Salat
- Siam: würzige Garnelensuppe